Ronja Räubertochter

ronja
Foto: © alfa
Theater Augsburg
Premiere am 11. Nov. 2009
nach dem Roman von Astrid Lindgren
Inszenierung: Marcel Keller
Musik: Steffen Moddrow
Bühne und Kostüme: Marcel Keller
Dramaturgie: Maria Schneider


Intro

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Mattis Reggae

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Borka Song

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Fruehlingslied (trad.: Handsome Cabin Boy)

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Wolfslied

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Das Stück
„Zum Donnerdrummel!“ In einer dunklen Gewitternacht kommt Ronja in der Mattisburg zur Welt – und ein gewaltiger Blitzschlag zerreißt die Räuberfestung in zwei Teile. Die kleine Ronja ist von nun an der Stolz ihrer Sippe: Selbst der wilde Räuberhauptmann Mattis wird beim Anblick seiner Tochter ganz zahm und albern. Als Ronja größer wird, entdeckt sie die Welt hinter den Grenzen der Mattisburg. Mutig lernt sie, sich vor allen Gefahren zu schützen. Sie hütet sich vorm Verirren und entdeckt die wildesten Winkel des Waldes. Sie hütet sich vor den Graugnomen und lernt, dass man vor ihnen keine Furcht zeigen darf. Und sie hütet sich vor dem Höllenschlund, der die Mattisburg seit ihrer Geburt spaltet. Als sie wagemutig über seinen Rand springt, steht sie plötzlich Birk gegenüber. Er ist der Sohn des verfeindeten Räuberhauptmanns Borka, der sich samt Familie in der anderen Hälfte der Burg eingenistet hat. Ronja und Birk werden bald unzertrennlich, doch diese Freundschaft weckt die Wut ihrer verfeindeten Väter. Ronja flieht mit Birk in den Wald, aber ein kalter Winter steht vor der Tür…
Der Roman Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren zählt seit seiner Veröffentlichung 1981 zu den bedeutendsten Werken der Kinderliteratur. Das Theater Augsburg zeigt die Bühnenfassung als Weihnachtsstück für die ganze Familie.
Text: Theater Augsburg
Presse
Sprung über den Höllenschlund
… Dann, wenn Ronja und Birk in den Wald flüchten und sich gegen ihre Eltern stellen – die Väter Tjark Bernau und Philipp von Mirbach, die Mütter Samantha Richter und Elna Lindgens haben alle vier etwas von Rock-Stars – dann wird das Kinderstück plötzlich ein paar Jahre älter, dann kommt es mit dramatischem Effekt gleichsam in die Pubertät – und wird für kleine Kinder wohl etwas anstrengend. Auch die Unterirdischen sowie die menschenfresserische Wilddrude lassen die Kleinen gruseln, und wenn der Musiker Steffen Modrow an seinem Schlagwerk den Lindgren’schen „Donnerdrummel“ akzentuiert und den Nebel wabern lässt, dann verdichtet sich die Dramatik noch.
Doch rockige Klänge, Tänze und Lieder lösen die Spannung wieder, und am Ende wird auch in diesem alles andere als betulichen Kinderstück alles wieder gut. Die Räubersippen versöhnen sich, Ronja und Birk bleiben zusammen, und der Höllenschlund schließt sich wieder.
Augsburger Allgemeine, Angela Bachmair, 16. Nov. 2009
Presse
„Zum Donnerdrummel!“
Das Räuberleben ist wild und schön und gefährlich. Sie rocken, rappen und singen Lieder am Lagerfeuer, sie kämpfen gegen Graugnome, Rumpelwichtel und die Wildtrude, sie raufen und schimpfen, sie sind hart und weich und manchmal auch ein bisschen Memmen. Und weil das wilde und schöne Räuberleben gemeinsam noch wilder und schöner ist, schließen Ronja und Birk Freundschaft – obwohl sie rivalisierenden Räuberbanden angehören.
Marcel Keller macht die Rivalität der Mattis-Bande und der Borka-Bande in seiner hinreißenden Augsburger Inszenierung von Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ schon gleich am Outfit deutlich: Die einen sind etwas heruntergekommene Rock ’n‘ Roller, die anderen Samurai, die es in eine nordisch-romantische Zauberwelt verschlagen hat.
Diese Anleihen aus allen Bereichen der Pop-, Märchen- und Fantasy-Kultur sind bezeichnend für Kellers Inszenierung. Er bedient sich aus diesem großen Baukasten, und – im Gegensatz zu vielen anderen postmodernen Bühnen-Komplikationen – gelingt es ihm, daraus ein stimmiges kleines Gesamtkunstwerk mit viel Liebe zu den Details zu basteln, samt Live-Percussion von Steffen Modrow auf der Bühne. Da blitzt und donnert es, es tun sich Höllenschlünde auf, der Wald ist schaurig und ein bisschen verzaubert, und gemeinsam lernen Ronja (Olga Nasfeter) und Birk (Michael Stange) etwas über Freundschaft und Vertrauen – und mit ihnen die wilden Räuber.
„Ronja Räubertochter“ ist ein Kinderstück mit Tempo, Spannung, Action, Musik, Songs und stillen Momenten; die Augsburger Inszenierung ist zeitgemäß, ohne dem Zeitgeist hinter zu laufen, sie ist kindergerecht, ohne sich anzubiedern, sie ist lehrreich, ohne Zeigefinger und pädagogische Aufdringlichkeit. Ein Volltreffer, an dem auch Erwachsene ihren Spaß haben.
Aichacher Zeitung, Berndt Herrmann, 19. Nov. 2009