Presse

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Fotos: © Ernst Iben

 
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„… Der originellste Beitrag war „Tesa Of The Universe“, den Steffen Moddrow (Tesafilm und Schlagzeug) beisteuerte. Erstaunlich, wie musikalisch so ein Klebefilm sein kann, wenn er nur in die rechten Hände (und Zähne) gerät …“
Hessische Niedersächsische Allgemeine
„… Das Programm ist verrückt, skurril und urkomisch …“
Niedersächsische Allgemeine
Ventilator auf Trommelfellen.
„… Freilich, im Fortgang, wo Moddrow mal mit einem elektrischen Miniventilator seine Trommelfelle bürstet, mit getrockneten Tannenzapfen die Becken reibt und dabei fiese Schleifgeräusche wie von sich zäh öffnenden, verrosteten Eisentorflügeln evoziert, Schneebesen über Alukofferrippen reiten lässt oder vom eingespielten Band die widerlichen Saugschlabbergeräusche einer Monsterstubenfliege aufruft: Dieser abenteuerliche, sowohl zwischen Organischem und Artifiziellem, wie zwischen Musik und Geräusch pendelnde, anarchische Klangkosmos ist der Gegenentwurf zur hypotaktisch-gestrengen Musiklogik Beethovens …“
Sindelfinger Zeitung
„…… Musik ist nicht mehr die erhabene und geschlossene Komposition oder deren Gegenteil, das achtlose Grundrauschen im Kaufhaus oder einer Sauna, es ist das Leben selbst musikalisch, für den, der Ohren hat zu hören. Geradezu rührend, was sich einem eröffnet, wenn er mit einem handlichen inzwischen antiquierten Kassettenrekorder die einstmals berühmte Hugo-Strasser-Big-Band zitiert. Und im humorvollen Zitieren abgelegter Hauptsachen, Reste und Abfälle leuchtet plötzlich das Besondere auf, die Poesie des Unauffälligen …“
Nürtinger Zeitung
„… Schließlich ist Steffen Moddrow neben Plastikflaschenbläser vor allem Profi-Schlagzeuger. „Elephant of Crime“ war der krönende Schluss. Zum Schlagzeug-Trommelgewitter erzeugte der Staubsauger ein wahrlich elefantöses Getöse. Langer Beifall und Zugabe …“
Augsburger Allgemeine
„Swingen mit Bierdosen-Gongs“
Performance von Steffen Moddrow in der Regiotram zwischen Kassel und Calden
„Wenn Steffen Moddrow auf Reise geht, hat er interessante Dinge dabei. Niedlich-neckische Vibratoren aus dem Sexshop, einen Wäscheständer mit Bierdosen-Gongs, Plastikflaschen und Klebeband. Damit führte der Kasseler Schlagzeuger und Performance-Künstler am Samstagabend in der Regiotram 4 ein amüsantes Spektakel auf – zur Freude seiner Fans, die dicht aneinander gedrängt die Handys und Fotoapparate zückten, um das Kunstevent im Bild zu bannen. Emsig feuerten sie den mobilen Performer an: „Zugabe! Mach’s noch mal, Junge!“
Die Vibratoren tanzten auf den Dosen, Moddrow trommelte sich in Rage, spannte Klebeband durch den Zug, und das Publikum schwenkte als Dank für die anarchistische Belustigung Staubwedel, die man von einer Dame bekommen hatte.
Nach 20 Minuten war das Ziel erreicht. In Kordula Kloses heimeligem Café im Bahnhof Fürstenwald versorgte man sich mit leckeren Tortenstücken und Käsebroten. Lustig ging der Abend für die fünfzig Gäste weiter.
Moddrow bezog nun muntere Kollegen in die Performance ein, etwa trommelndes Duracell-Spielzeug, das mit ihm ein Zappa-Stück aufführte. In grotesken Liedern zeigte er weitere Aspekte seines Schaffens. Denn er ist nicht nur ein Wunderkind der Sinnlosigkeit mit dem Mut zu Aktionen, die andere als infantil erachten würden. Darüber hinaus lässt er in seinen Texten, zum Beispiel über eine Beauty-Farm, den Stachel der Zivilisationskritik mitschwingen.
Man war erneut begeistert und bekam in der Zugabe den Beweis, dass Moddrow mit Spaghetti swingen kann. Auch pfiffig: Als Eintrittskarte erstand das Publikum die DVD „Beatmikado“ mit Videokunst von Kilian Kretschmer. 16 Minuten dokumentieren darauf Moddrows aberwitziges Schlagwerktheater.“
Hessische Niedersächsische Allgemeine